Wohnheim für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge in der Pestalozzistraße
Errichtung eines Gebäudes in System-/ Modulbauweise

Die Asylbewerberunterkunft in der Pestalozzistraße in München wurde von der Landeshauptstadt München in Auftrag gegeben und hat eine Baugenehmigung bis 2020. Diese kurze Genehmigungsdauer ist zu erklären mit der Dringlichkeit an Wohnraum.
Nach Ablauf der Genehmigung wird das Gebäude abgebrochen und durch einen sechsgeschossigen Neubau ersetzt. Die Planungen dafür laufen bereits.
Die Dreigeschossigkeit resultiert aus Beschränkungen im Brandschutz bei Modulbauten in Stahl- und Holzbauweise.

Das Gebäude wurde im Januar 2016 fertiggestellt und bietet 44 Bewohnern Platz.
Das Gebäude hat eine städtebaulich erstklassige Lage am Münchner Altstadtring, in Sichtweite des Sendlinger-Tor-Platzes. Die zu uns kommenden neuen Mitmenschen erhalten dadurch einen zentralen Platz im Stadtgefüge. So werden ideale Voraussetzungen für Integration geschaffen. Die Stadt München hat hier durch die prominente Unterbringung den Stellenwert der Flüchtlingsthematik neu definiert.

Das Gebäude tritt durch seine auffällige Farbigkeit präsent im Stadtraum auf. Filigrane Fensterläden geben dem Gebäude ein edles Flair. Das verglaste Treppenhaus wird der besonderen Lage, aber auch dem Anspruch an Transparenz und Integration gerecht. Im Innenhof gibt es Freibereiche, die vom öffentlichen Raum einsehbar sind und so direkt zum Blickkontakt einladen.

Das Besondere an diesem Wohnheim ist, dass es ausschließlich Jugendlichen zur Verfügung steht.

Technische Daten

Ort

Pestalozzistraße, München

Bauherr

Landeshauptstadt München

Projektbeginn

07/2015

Fertigstellung

02/2016

Gesamtnutzfläche

990 m²

Leistungsphase

5-8

Status

fertiggestellt

Bilder